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KONZERNLAGEBERICHT
Vermögenslage
Eigenkapitalquote auf 39,1 % erhöht
Bilanz HORNBACH HOLDING AG Konzern (Kurzfassung)

Die Konzernbilanzsumme ist im Vergleich zum Vorjahr um 93,8 Mio. € oder 4,9 % auf 1.995,8 Mio. € gestiegen. Die Erhöhung der Bilanzsumme spiegelt dabei die weitere moderate Expansion des HORNBACH HOLDING AG Konzerns wider, die sich vor allem in der Zunahme des Sachanlagevermögens inkl. der fremdvermieteten Immobilien und Vorratsgrundstücke sowie den gestiegenen Vorräten ausdrückt. Insbesondere die um 79,2 Mio. € gestiegenen flüssigen Mittel dokumentieren das im Zeichen der internationalen Finanz- und Wirtschaftskrise immer wichtiger gewordene Ziel, die Liquidität und den finanziellen Spielraum zu sichern und auszubauen.
Das bilanzielle Eigenkapital im Konzern wird zum Ende des Geschäftsjahres mit 780,5 Mio. € (Vj. 687,6 Mio. €) ausgewiesen. Die Eigenkapitalquote in Höhe von 39,1 % liegt damit erneut über dem Niveau des Vorjahres (36,1 %).
Langfristiges und kurzfristiges Vermögen
Das langfristige Vermögen beträgt zum Bilanzstichtag 1.072,1 Mio. € (Vj. 1.046,8 Mio. €) und damit rund 54 % (Vj. 55 %) der Bilanzsumme. Die Sachanlagen und fremdvermietete Immobilien und Vorratsgrundstücke erhöhten sich um 1,0 % von 975,0 Mio. € auf 985,0 Mio. €. Dabei standen den Anlagezugängen in Höhe von 125,1 Mio. € Abschreibungen in Höhe von 68,7 Mio. €, Zuschreibungen in Höhe von 1,3 Mio. € sowie Anlageabgänge in Höhe von 1,3 Mio. € gegenüber. Außerdem werden gemäß Anwendung des IFRS 5 Immobilien, die zur Veräußerung bestimmt sind bzw. bereits zum Bilanzstichtag ohne gleichzeitigen Besitzübergang veräußert wurden, per Saldo in Höhe von 27,7 Mio. € als kurzfristiges Vermögen umgegliedert. Sie betreffen im Wesentlichen den geplanten Verkauf eines HORNBACH Bau- und Gartenmarktes außerhalb Deutschlands im Wege einer Sale & Leaseback-Transaktion. Diese Immobilie war im Vorjahr im Sachanlagevermögen enthalten. Aufgrund der Entwicklungen von Fremdwährungskursen ergab sich eine Reduzierung des Bilanzausweises der Sachanlagen und fremdvermieteten Immobilien und Vorratsgrundstücke in Höhe von 18,7 Mio. €.
Die sonstigen langfristigen Forderungen stiegen im Wesentlichen durch die Stundung von Teilen der Kaufpreise aus einer im Geschäftsjahr realisierten Sale & Leaseback-Transaktion und aus der Veräußerung von drei Immobilienentwicklungsgesellschaften sowie der teilweisen Stundung der an diese Gesellschaften ausgereichten Darlehen von 7,0 Mio. € auf 23,8 Mio. €.
Konzernbilanzstruktur
(in Mio. €)

Die langfristigen Forderungen aus Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betreffen einen aufgrund des SEStEG in Vorjahren aktivierten Auszahlungsanspruch für Körperschaftsteuerguthaben zum Barwert in Höhe von 16,9 Mio. €.
Das kurzfristige Vermögen stieg um 8,0 % von 855,2 Mio. € auf 923,7 Mio. € bzw. rund 46 % (Vj. 45 %) der Bilanzsumme. Die Vorräte stiegen dabei bei konstantem Lagerumschlag um 3,6 % (18,1 Mio. €) von 498,1 Mio. € auf 516,2 Mio. € vor allem durch die Eröffnung von vier neuen Bau- und Gartenmärkten. Die Forderungen und sonstigen Vermögenswerte (einschließlich Forderungen aus Steuern vom Einkommen und vom Ertrag) reduzierten sich von 82,3 Mio. € um 1,0 Mio. € auf 81,3 Mio. €. Die gemäß IFRS 5 zur Veräußerung vorgesehenen langfristigen Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen reduzierten sich von 78,7 Mio. € um 27,7 Mio. € auf 51,0 Mio. €. Dabei standen im Wesentlichen der Umbuchung eines zur Veräußerung vorgesehenen HORNBACH Bau- und Gartenmarktes aus dem Anlagevermögen die Abgänge aus der Veräußerung von drei HORNBACH Bau- und Gartenmärkten im Wege von Sale & Leaseback-Transaktionen sowie aus dem Verkauf von drei Immobiliengesellschaften im laufenden Geschäftsjahr gegenüber. Gleichzeitig erhöhten sich die flüssigen Mittel von 196,0 Mio. € im Vorjahr auf 275,2 Mio. €. Für weitere Informationen verweisen wir auf die Ausführungen zur Finanzlage.
Langfristige und kurzfristige Schulden
Die Verbindlichkeiten inklusive der Rückstellungen betragen zum Bilanzstichtag 1.215,4 Mio. € gegenüber 1.214,4 Mio. € im Vorjahr. Die langfristigen Schulden verringerten sich von 735,6 Mio. € auf 712,9 Mio. €. Der Rückgang der langfristigen Schulden um 22,7 Mio. € ist im Wesentlichen auf die planmäßige Rückführung der langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten zurückzuführen. In den langfristigen Schulden sind passive latente Steuern in Höhe von 71,7 Mio. € (Vj. 71,1 Mio. €) enthalten.
Die kurzfristigen Finanzschulden erhöhten sich im Wesentlichen durch den Anstieg laufender Bankverbindlichkeiten aufgrund von Zwischenfinanzierungen von 130,7 Mio. € auf 153,3 Mio. €. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und übrige Verbindlichkeiten werden zum Bilanzstichtag mit 248,2 Mio. € in etwa auf Vorjahresniveau (Vj. 245,2 Mio. €) ausgewiesen.
Die Nettoverschuldung im HORNBACH HOLDING AG Konzern, das heißt die Finanzschulden abzüglich der flüssigen Mittel, reduzierte sich gegenüber dem Vorjahr deutlich von 583,6 Mio. € auf 499,4 Mio. € zum Bilanzstichtag.
Bilanzkennzahlen HORNBACH HOLDING AG Konzern

Außerbilanzielle Finanzierungsinstrumente und Mietverpflichtungen
Neben den im Eigentum des HORNBACH HOLDING AG Konzerns stehenden Bau- und Gartenmärkten und im Rahmen von Finance Lease genutzten Bau- und Gartenmärkten werden 56 Bau- und Gartenmärkte von fremden Dritten gemietet. Außerdem bestehen in geringerem Umfang weitere Erbpacht-, Pacht- und Mietverträge für Grundstücke.
Bei den Verpflichtungen aus Miet-, Pacht-, Erbbaurechts- und Leasingverträgen handelt es sich ausschließlich um solche Mietverträge, bei denen die Unternehmen des HORNBACH HOLDING AG Konzerns nach den IFRS-Rechnungslegungsstandards nicht der wirtschaftliche Eigentümer der gemieteten Vermögenswerte sind (Operating Lease). Mietverträge bestehen im Wesentlichen für Baumärkte im In- und Ausland. Die Laufzeit der Mietverträge beträgt zwischen 15 und 20 Jahren, mit anschließenden Mietverlängerungsoptionen. Es bestehen Mietanpassungsklauseln.
Zum 28. Februar 2009 betragen die Verpflichtungen aus Miet-, Pacht-, Erbbaurechts- und Leasingverträgen 911,2 Mio. € (Vj. 891,0 Mio. €). Der Erhöhung aus neu abgeschlossenen Mietverträgen für drei Bau- und Gartenmärkte stand die Zahlung der Jahresmieten des Geschäftsjahres 2008/2009 gegenüber. Per Saldo ergab sich eine Erhöhung um 20,2 Mio. €.
Gesamtbeurteilung der Ertrags-, Finanzund Vermögenslage
Der HORNBACH HOLDING AG Konzern hat sich im Geschäftsjahr 2008/2009 unter schwierigen Rahmenbedingungen sehr gut entwickelt und seine Marktposition gestärkt. Trotz des scharfen Preiswettbewerbs und der sich im zweiten Halbjahr abzeichnenden Finanz- und Wirtschaftskrise konnten die Umsätze sowohl absolut als auch auf vergleichbarer Fläche gesteigert werden und dabei die Erträge im operativen Geschäft deutlich überproportional zum Umsatzwachstum erhöht werden. Auch im Segment Immobilien konnte aufgrund von Sonderfaktoren ein hoher Gewinnzuwachs verzeichnet werden. Wir konnten uns erneut erheblich besser als der Branchenschnitt entwickeln und so unsere Marktposition in Deutschland weiter ausbauen. Weiter gut entwickelten sich unsere internationalen Aktivitäten, die ihren Anteil am Umsatz und Ergebnis nochmals ausgebaut haben. Die Expansion außerhalb Deutschlands hat somit das Fundament für das künftige Wachstum verbreitert und die Entwicklung des Gesamtkonzerns unabhängiger gemacht von der scharfen Wettbewerbssituation in Deutschland. Der Sanierungskurs im Teilkonzern HORNBACH Baustoff Union GmbH konnte weiter stabilisiert werden. Die Eigenkapitalquote hat sich auf 39,1 % erhöht. Die Kapitalstruktur und die Liquidität liegen weiterhin auf einem guten Niveau. Angesichts des breiten Spektrums an Finanzierungsquellen verfügen wir über ein hohes Maß an Sicherheit und Flexibilität für die Herausforderungen der internationalen Finanz- und Wirtschaftskrise sowie für die weitere moderate Wachstumsfinanzierung. In der Gesamtschau stellt sich die wirtschaftliche Lage des Konzerns zufrieden stellend dar.
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