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KONZERNLAGEBERICHT

 

Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Mitarbeiter in der HORNBACH-Gruppe
Zum Bilanzstichtag 28. Februar 2009 standen 13.169 (Vj. 12.710) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in einem aktiven festen Arbeitsverhältnis mit der HORNBACH HOLDING AG bzw. einem ihrer Tochterunternehmen. Damit wurden im Konzern 459 neue Arbeitsplätze geschaffen (plus 3,6 %). Der Grund für den Anstieg sind im Wesentlichen die vier Markteröffnungen im abgelaufenen Geschäftsjahr. Im Jahresdurchschnitt und auf Vollzeit umgerechnet wurden im gesamten HORNBACH HOLDING AG Konzern 11.542 (Vj. 11.078) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt.

Die Anzahl der Beschäftigten belief sich in Deutschland auf 8.282 (Vj. 8.413). Hier machte sich vor allem ein Basiseffekt bemerkbar: Wegen des Nachfragebooms in Deutschland im Frühjahr 2007 wurden gezielt Personalkapazitäten insbesondere über Zeitverträge aufgebaut, die im Verlauf des Geschäftsjahres 2008/2009 plangemäß ausgelaufen sind. Im Ausland stieg die Beschäftigtenzahl von 4.297 auf 4.887. Im Berichtsjahr wurden im Schnitt 788 (Vj. 772) jungen Menschen Ausbildungsplätze in 13 verschiedenen Ausbildungsberufen zur Verfügung gestellt. Den größten Anteil bilden hierbei die 403 (Vj. 411) Auszubildenden, die sich zu Kaufleuten im Einzelhandel qualifizieren wollen.

Qualität im Mittelpunkt der Qualifikation
Die Qualifikation unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus den Filialen und Verwaltungen spielt eine Schlüsselrolle in unserem Konzept: Einerseits zielt sie ab auf höchste Qualität bei der Beratung zu komplexen Bau- und Heimwerkerprojekten, andererseits gilt es, die Arbeitsabläufe möglichst effizient zu gestalten. Zu diesem Zweck wurden im vergangenen Geschäftsjahr zahlreiche Trainings- und Weiterbildungsmaßnahmen organisiert.

Im Rahmen der Förderung des Führungskräftenachwuchses absolvierten im Berichtszeitraum 2008/2009 insgesamt 341 Männer und Frauen die Fördermaßnahmen zum Teilbereichsleiter, Assistent-Manager oder Marktmanager. Ein Schwerpunkt war hier die verstärkte Fokussierung aller Maßnahmen auf die strategische Ausrichtung der HORNBACH-Baumarkt- AG.

Die fachliche Weiterbildung haben im zurückliegenden Geschäftsjahr mehr als 4.100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter besucht. Dabei ließen wir unsere Verkaufsteams von zertifizierten Trainern mit Hilfe von maßgeschneiderten Programmen in den verschiedenen Warenbereichen schulen. Im Mittelpunkt der kundenorientierten Verkaufsförderung standen Fachkompetenz, aktuelle Trends und Produktneuheiten. Zusätzlich haben wir damit begonnen, unsere Verkaufsspezialisten bei besonders komplexen Projektthemen mit IHKzertifizierten Weiterbildungen zu qualifizieren.

Mitarbeiterentwicklung
(Jahresdurchschnitt auf Vollzeitbeschäftigte umgerechnet)

Unsere Abteilung TrainingMultimedia sorgt dafür, dass alle HORNBACH-Mitarbeiter ständig über aktuelles Know-how in Sachen Arbeitsprozesse und IT-Systeme verfügen. Im Berichtsjahr fanden fast 1.950 ein- bis zweitägige Trainings mit mehr als 15.000 Teilnehmern statt. Der Schwerpunkt lag im vergangenen Geschäftsjahr auf dem Trainings-Rollout zur Einführung des neuen Warenwirtschaftssystems. Die Beschäftigten in allen HORNBACH-Märkten eigneten sich dabei in einem Mix aus Präsenztrainings und E-Learning-Modulen (Blended Learning) die jeweils für ihren Aufgabenbereich erforderlichen Fähigkeiten an. Europaweit wurden in allen Bezirken neue IT-Trainingsräume speziell für diesen Zweck eingerichtet. Überdies setzten wir unsere zwei Schulungstrucks ein. Das sind Lkw-Sattelzüge, die einen komplett ausgestatteten, mobilen Hightech-Schulungsraum für zehn Teilnehmer direkt an Ort und Stelle bringen.

Um das Blended-Learning-Konzept noch effizienter umzusetzen, hat HORNBACH im Rahmen dieses Rollouts ein konzernweites Learning Management System (LMS) eingeführt. Auf dieser Plattform laufen mittlerweile alle HORNBACH Lernprogramme.

Volumenmäßig an zweiter Stelle standen erneut Trainingsaktivitäten für den Bereich HORNBACH-Projektschau. Hierbei handelt es sich um gesonderte Verkaufs- und Beratungsaktionen wie etwa „Dach ausbauen“, „Orchideenwelt“, „Kinder(T)räume“ oder „Holzterrasse bauen“. Wir entwickelten für jede Projektschau ein spezielles Training, das jeweils mehrere Hundert Fachverkäufer gezielt für die Beratungssituationen dieses Projekts fit macht.

Homogenes Filialnetz
HORNBACH verfügt über eine jahrzehntelange Erfahrung im Betreiben von großflächigen Bau- und Gartenmärkten. Das drückt sich auch in der durchschnittlichen Filialgröße aus, die im letzten Jahr auf mehr als 11.200 (Vj. 11.100) qm gestiegen ist. Diesen Wert erreicht kein anderer Wettbewerber unter den führenden Baumarktbetreibern in Europa. Gleichzeitig verfügen wir über ein sehr homogenes Marktportfolio: 83 % der Verkaufsflächen im Konzern entfallen zum Bilanzstichtag auf Märkte, die größer als 10.000 qm sind. Das erleichtert uns die zügige Übertragung von universellen bzw. innovativen Konzepten auf die alte und neue Fläche (Best-Practice-Ansatz). Die Kombination aus Homogenität und Großfläche bringt uns überdies erhebliche logistische Vorteile, mit denen wir uns einen Wettbewerbsvorsprung sichern.

Im Berichtsjahr haben wir unser Filialnetz um vier Neueröffnungen bzw. um rund 60.000 qm Verkaufsfläche vergrößert. Drei der neuen Standorte sind Filialen mit kombiniertem Baustoff-Drive-in. Das Drive-in-Konzept zielt darauf ab, dass der Kunde sperrige und schwere Güter wie etwa aus dem Baustoffbereich bequem und direkt ins Fahrzeug laden, dies mit dem Einkauf im Baumarkt kombinieren und die gesamte Ware an einer Kasse bezahlen kann. HORNBACH unterstreicht damit seine traditionelle Kompetenz beim Handel mit Baumaterialien, der dank der Bevorratung auch großer Projektmengen, einer Vielzahl von Serviceleistungen, attraktiver Öffnungszeiten und guter Erreichbarkeit zunehmend auch professionelle Kunden anspricht.

Des Weiteren arbeiten wir kontinuierlich daran, ältere Filialen nach und nach konzeptionell auf den modernsten Stand zu bringen bzw. Betriebsabläufe weiter so zu verbessern, dass die Kundenwünsche noch besser erfüllt werden können. Das schließt Beschilderungen, Regalierungen, Anpassungen im Layout der Filiale bis hin zu Erweiterungen und die Weiterentwicklung des Sortiments mit ein.

Kunden schätzen HORNBACH-Konzept
Richtschnur für die ständige Weiterentwicklung des HORNBACH- Konzeptes ist die Orientierung an den Bedürfnissen unserer Projektkunden. Die leichte Erreichbarkeit der Märkte, die Bevorratung auch großer Artikelmengen, die attraktive Warenpräsentation, höchste Kompetenz bei der Zusammenstellung der Sortimente und bei der fachlichen Beratung und nicht zuletzt eine verlässliche Preisstrategie sind zentrale Kriterien für den Kunden. Die Verbraucher besinnen sich gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten auf Verlässlichkeit und Qualität.

Auch im vergangenen Jahr hat wieder eine Reihe von Verbraucherbefragungen und Branchenstudien dokumentiert, dass HORNBACH gerade bei denjenigen Kunden der bevorzugte Bau- und Gartenmarkt ist, die umfangreiche Heimwerker- und Bauprojekte rund um Haus, Wohnung und Garten in die Tat umsetzen wollen. Mit der kompetenten Projektorientierung und einem klaren Qualitätsprofil heben wir uns erfolgreich vom Wettbewerb ab.

HORNBACH belegte im „Kundenmonitor Deutschland 2008“ in der Gunst der deutschen Heimwerker erneut einen Spitzenplatz. Im Rahmen der für den deutschen Einzelhandel bedeutsamsten Verbraucherstudie, die seit 1992 jährlich erhoben wird, wurden rund 6.000 Baumarktkunden befragt. Mit minimalem Rückstand auf den Erstplatzierten belegten wir wie im Vorjahr Rang zwei. Bestätigt fühlen wir uns auch durch das hervorragende Abschneiden bei wichtigen Einzelkriterien. So behauptete sich HORNBACH im vierten Jahr in Folge bei Auswahl und Angebotsvielfalt, bei der Qualität der Produkte, aber auch beim Produktangebot im Vergleich zum Wettbewerb als bestes Baumarktunternehmen auf dem ersten Platz. Von besonderer Bedeutung ist für uns, dass HORNBACH den Heimwerkern, Gartenliebhabern und Bauherren laut Kundenmonitor das beste Preis-Leistungs-Verhältnis bietet.

In der erstmals in Deutschland durchgeführten Untersuchung „Retailer of the Year“ wurde Hornbach von den Kunden zur beliebtesten Baumarktkette Deutschlands gewählt. Diese Studie wird vom niederländischen Forschungsinstitut Q&A Research & Consultancy durchgeführt. Die Studien- Teilnehmer waren via Internet gebeten worden, für jeweils 16 Branchen ihre „Lieblingsladenkette“ zu nennen. Als Begründung für ihre Wahl konnten die Verbraucher fachkundige Beratung, Preis-Leistungsverhältnis, Kundenfreundlichkeit oder andere Kriterien nennen, ca. 33.000 Verbraucher hatten sich beteiligt.

Auch international Bestnoten
Außerhalb Deutschlands konnte HORNBACH ebenso in einer Reihe von Studien zur Kundenzufriedenheit punkten. In den Niederlanden wurde die oben bereits erwähnte Studie „Retailer of the Year“ zum sechsten Mal durchgeführt. Hier wurde HORNBACH das vierte Jahr in Folge zum „besten Baumarkt der Niederlande“ gewählt. In der Schweiz wiederholten wir im – analog zum deutschen Pendant durchgeführten – Kundenmonitor 2008 den Vorjahreserfolg und sicherten uns Rang eins bei der Globalzufriedenheit. Ähnliches Bild in Skandinavien: Hier erreichte HORNBACH Platz 1 beim „Schwedischen Qualitätsindex“ in der Rubrik Baumärkte. Mit 3.500 interviewten Konsumenten zählt der Qualitätsindex zu den wichtigsten Verbraucherstudien in Schweden. Die Teilnehmer mussten hier zu Themen wie Produkt- und Servicequalität, Preis und Image ihr Urteil abgeben.

Die hohe Wertschätzung in einzelnen Leistungsbereichen wie etwa der Breite und Tiefe des Sortiments oder der Preispolitik ziehen sich wie ein roter Faden durch die genannten Studien. So wurde HORNBACH in den Niederlanden auf Platz eins in den Kategorien „Sortiment“ und „Angebot“ gewählt, zudem wurde unser Unternehmen zum „Innovationsführer“ in der Branche gekürt. Doch das beste Sortiment nützt nichts, wenn die Preise nicht stimmen. Unsere Dauertiefpreisstrategie kommt den Ergebnissen der Studien zufolge bei den Kunden an: Sowohl im Kundenmonitor Schweiz als auch beim Retailer of the Year in den Niederlanden wurde HORNBACH von den Heimwerkern zum Baumarkt mit dem besten Preis-Leistungs- Verhältnis gewählt.

Baumarktkunden achten bei ihren Einkäufen immer mehr auf Serviceleistungen, insbesondere dann, wenn die Produkte vom Fachmann installiert werden sollen. Unser Handwerkerservice (HWS) leistet einen wichtigen Beitrag zur positiven Kundenbeurteilung von HORNBACH. Über diesen Service können unsere Kunden die Verlegung von Bodenbelägen oder die Montage von Garagentoren, Innentüren, Haustüren, Fenstern, Markisen, Kaminöfen usw. in einer unserer Filialen in Auftrag geben. Die Kunden wenden sich an einen zentralen Ansprechpartner und profitieren dabei von einem einheitlichen Auftragsprozess mit klarer Preislistenstruktur. Im Geschäftsjahr 2008/2009 haben wir das Gewerkeportfolio um zwei wichtige Bausteine erweitert. So können unsere Kunden in Deutschland nun auch die Installation von Solarthermieanlagen und die Montage von Edelstahlkaminrohren sowohl für die Schachtsanierung als auch für den Außenwandkaminbau beauftragen. Beide neuen Gewerke stellen wichtige Alternativlösungen für Renovierer und Sanierer dar. Dank der kontinuierlich verbesserten Serviceangebote und Abwicklungsprozesse verzeichnete der Handwerkerservice im Berichtsjahr ein zweistelliges Umsatzplus. Rund 30 % des konzernweiten HWS-Umsatzes entfallen auf das europäische Ausland, wo der Leistungskatalog sukzessive eingeführt bzw. erweitert werden soll.

Die Fälle, in denen die Kunden mit ihrem Einkaufserlebnis bei HORNBACH nicht zufrieden sind, werden von unserem Beschwerdemanagement aufgefangen. Dadurch erhalten wir wichtige Hinweise auf Stärken und Schwächen in der operativen Arbeit der Märkte und somit ein Steuerungsinstrument für die Optimierung der Kundenzufriedenheit. Jedes Problem wird in Zusammenarbeit mit den HORNBACH-Filialen in maximal ein bis zwei Tagen gelöst. Bei Produktreklamationen werden zudem der Einkauf und der Lieferant mit eingeschaltet. Die Beschwerdefälle werden monatlich ausgewertet. Im Jahr 2008 wurden 691 (Vj. 693) Fälle bearbeitet.

Dauerniedrigpreispolitik
Der Wettbewerb der DIY-Branche in Europa wird nicht nur über unterschiedliche Handelskonzepte geführt. Er wird begleitet von einem Preiswettbewerb, der auch im vergangenen Geschäftsjahr besonders in gesättigten Märkten wie Deutschland oder Österreich mit unverminderter Intensität ausgetragen wurde. Wir hielten in diesem Branchenumfeld kompromisslos an unserer glaubwürdigen Dauerniedrigpreisstrategie fest, mit der wir uns von den Rabattaktionen der Konkurrenz unterscheiden. Wir sehen darin die beste Basis für nachhaltiges, überdurchschnittliches Wachstum sowie langfristig hohe Ertragskraft. Unser Ziel ist es, mit größtmöglicher Transparenz, Verlässlichkeit und Ehrlichkeit bei der Preisgestaltung die Kunden dauerhaft an HORNBACH zu binden. Eine an die Dauerniedrigpreise gekoppelte Preisgarantie soll unseren Kunden die Gewissheit geben, dass sie sich zu jedem Zeitpunkt voll und ganz auf die Lösung ihres Projektes konzentrieren können.

Logistik senkt Kosten und CO2-Emissionen
Ein wichtiger Erfolgsfaktor für den europaweiten Betrieb von großflächigen Bau- und Gartenmärkten ist eine ausgeklügelte Warenwirtschaft im Zusammenspiel mit einem homogenen Filialnetz. HORNBACH hat sich mit dem Aufbau einer eigenen Konzernlogistik über die Jahre einen Wettbewerbsvorteil bei der Beschaffung von Transportleistungen verschafft. Die Logistik kombiniert die Direktbelieferung der Märkte, indirekte Lieferungen über Zentralläger sowie das so genannte Crossdocking.

Auch im vergangenen Geschäftsjahr hat unsere Logistik die Expansion innerhalb Europas aktiv unterstützt und die Grundlage für weiteres Wachstum geschaffen. So nutzen beispielsweise viele Lieferanten diesen Versorgungsweg nach Osteuropa. Gerade mit Blick auf Rumänien ist nicht jeder Hersteller in der Lage, günstige Ganzladungen zusammenzustellen. Durch die Einbindung in die HORNBACH-Logistik konnten Transportkosten optimiert werden. Zusätzliche Kostensenkungspotenziale haben wir nach der erfolgreichen Einführung des neuen Lagerverwaltungsystems in unseren drei Logistikzentren Essingen, Lehrte und Vilshofen in den beiden Vorjahren geschaffen. Im Geschäftsjahr 2008/2009 haben wir die Produktivität in den Logistikprozessen weiter erhöht.

HORNBACH leistet mit seinen Logistikzentren einen nachhaltigen Beitrag zum Umweltschutz. Stichwort: Green Logistics. Ziel ist es, den CO2-Ausstoß entlang der Wertschöpfungskette der Warenwirtschaft zu reduzieren. Durch die Bündelung der Ladung der Lieferanten entfallen tausende von Lkw- Transporten. Ferner sparen wir mit Hilfe täglich optimierter Tourenplanungen Leerfahrten von und zu unseren Standorten und überflüssige Streckenkilometer ein. Zum Einsatz kommen in der Konzernlogistik nur Lastkraftwagen mit modernen schadstoffarmen Motoren. Darüber hinaus werden die Binnenschifffahrt und die Schiene als Transportwege genutzt, um etwa Importware von Hamburg oder Rotterdam zu den Logistikzentren zu transportieren.

Warenwirtschaft im Fokus der Informationstechnologie
Im Geschäftsjahr 2008/2009 stand die Internationalisierung des integrierten Warenwirtschaftssystems im Fokus der Informationstechnologie. Neben den deutschen Filialen arbeiten nunmehr Filialen in Österreich, der Schweiz, Luxemburg, den Niederlanden und der Tschechischen Republik mit dem neuen System. Im vergangenen Jahr wurden 59 HORNBACH-Standorte im In- und Ausland umgestellt. Bislang wurde das neue Warenwirtschaftssystem in 99 Märkte ausgerollt. Im laufenden Geschäftsjahr werden die Slowakei, Schweden und Rumänien folgen.

Auch die IT leistet ihren Beitrag zur Nachhaltigkeit. Die im letzten Geschäftsjahr getätigten Investitionen in die Rechenzentrumsinfrastruktur haben sich wie erwartet positiv auf die Energiebilanz ausgewirkt. Dies unterstreicht ein im Benchmarkvergleich guter Wert für die sogenannte Power Usage Effectiveness (PUE). Insbesondere die optimierte Klimatisierung des Rechenzentrums durch sogenannte freie Kühlung machte sich im Winter 2008/2009 im Stromverbrauch positiv bemerkbar und trug so zu einer geringeren Belastung mit CO2 bei.

HORNBACH setzt für die Datenverbindung der internationalen Standorte ein elektronisches Netzwerk (WAN) ein. Im Geschäftsjahr 2008/2009 wurden nach der Konzeptentwicklung bereits mehr als 50 Standorte auf eine neue, leistungsfähigere technologische Plattform umgestellt. Neben einer erheblichen Kostensenkung können dadurch in Zukunft auch die zur Verfügung stehenden Bandbreiten besser genutzt werden. Der Grundstein für den weiteren flexiblen Ausbau des Netzes wurde gelegt. Eine nochmals verbesserte Verfügbarkeit insbesondere in den östlichen HORNBACH-Ländern wird erwartet. Der europaweite Rollout soll im laufenden Geschäftsjahr abgeschlossen werden. Zum 1. Januar 2009 führte die Slowakei den Euro ein. Die damit verbundene Umstellung aller IT-Systeme lief reibungslos.

HORNBACH – „Der packende Baumarkt-Pionier“
Die HORNBACH Kampagnen zelebrierten im vergangenen Geschäftsjahr mit Themenschwerpunkten wie Selbstverwirklichung, Vertrauenssache und Vorstellungskraft einmal mehr das Do-it-yourself. Im Frühjahr ermunterten wir alle zum Ausleben von Individualität und Kreativität, indem wir mit der Kampagne „Mach’s wie Du willst! Aber Mach’s!“ Lust auf große Vorhaben in Wohnung, Haus oder Garten machten. Im Sommer stand die fachkundige Beratung, die nach einer Forsa-Studie eine entscheidende Rolle bei der Wahl des Baumarktes spielt, im Mittelpunkt. „Wem Du bei Deinem Projekt vertraust, dem kannst Du bei allem vertrauen“ untermauerte die Positionierung von HORNBACH als Projekt-Baumarkt und die Verpflichtung zu bester Beratung. Der Herbst rief auf, seine eigenen Träume und Ideen zu verwirklichen und letztlich der Schaffenskraft keine Grenzen zu setzen.

Ein kommunikatives Highlight war im letzten Geschäftsjahr die einzigartige Verlängerung der Kampagne „Du kannst es Dir vorstellen. Also kannst Du es auch bauen.“: Neben den klassischen Medien wurde diese Kampagne in Form einer Kunstausstellung „Das Haus der Vorstellung“ in Berlin umgesetzt. National wie international renommierte Künstler inszenierten unterschiedlichste Interpretationen des Kampagnen-Gedankens. Ziel war es, die Besucher mit all ihren Sinnen die Rauminstallationen erleben zu lassen und so die Vorstellungskraft anzuregen, was man aus seinen eigenen vier Wänden machen kann.

Neben Fernsehspots nutzen wir sämtliche Medien wie Funk, Print, Plakat oder Internet als Plattform für die HORNBACH-Kampagnen. Ein wesentlicher Bestandteil der Kommunikation sind überdies die Werbehefte und HORNBACH Aktuell Hefte, die neben der Darstellung unserer Sortimentsbreite und -tiefe auch Projektanleitungen, unser Angebot an Services sowie Hinweise auf die monatlich stattfindenden Projektschauen geben. Unsere Werbekampagnen und Einzelmaßnahmen konnten im Geschäftsjahr 2008/2009 wieder zahlreiche internationale und nationale Preise gewinnen, vom Eurobest Award bis hin zum Megaphon des Jahrbuchs der Werbung für die beste integrierte Kampagne.

HORNBACH verfügt weiterhin über die höchste Werbeakzeptanz in der Branche. Eine breit angelegte Marktforschung über die Marke HORNBACH bestätigt zudem die einzigartige und differenzierende Positionierung von HORNBACH als „Der packende Baumarkt-Pionier“. Durch die über Jahre hinweg rationale wie auch emotionale Kommunikation auf Augenhöhe mit den Heimwerkern hat sich HORNBACH bei den Verbrauchern als unverwechselbares Baumarktunternehmen mit Alleinstellungsmerkmalen etabliert. Unser Ziel ist es, den Aufbau der Marke HORNBACH im europaweiten Standortnetz weiter voranzutreiben und dabei auf die individuellen regionalen Bedürfnisse einzugehen.

Corporate Responsibility
Die HORNBACH-Gruppe bekennt sich über ihre eigentliche Geschäftstätigkeit hinaus zu einem verantwortungsvollen und sozialorientierten unternehmerischen Handeln.

Umweltschutz
Energieeinsparung zur Verminderung des CO²-Ausstoßes und zur Schonung der verbliebenen Ressourcen ist ein zentrales Thema geworden, vor allem auch im Bereich von Bauen und Renovieren. HORNBACH steht hier als Projektbaumarkt seit Jahren als kompetenter Partner mit einem darauf ausgerichteten Sortiment und qualifizierter Beratung bereit. In Projektschauen und Werbeheften wurden die Kunden auch im Berichtsjahr wieder ausführlich über Einsparmöglichkeiten wie beispielsweise durch Vollwärmeschutz, Dachdämmung, Fenster- und Türenaustausch, Regenwassernutzung oder den Einsatz von Energiesparlampen informiert.

Ganz besonders im Fokus stand weiterhin die Kommunikation zum Kampf gegen illegalen Holzeinschlag „Kein Tropenholz aus Raubbau“, womit den Kunden der Einkauf von Holzprodukten empfohlen wird, die das Gütesiegel des Forest Stewardship Council (FSC) tragen. Bereits 1996 hatte sich HORNBACH freiwillig gegenüber dem WWF und Greenpeace verpflichtet, keine unzertifizierten Tropenhölzer zu importieren und war damit Vorreiter in der Baumarktbranche. Im Jahr 2001 haben wir eine eigene Abteilung Qualitätsmanagement und Umwelt geschaffen. Einer ihrer Tätigkeitsschwerpunkte ist der Einsatz zum Schutz der Tropenwälder und einer nachhaltigen Forstwirtschaft, in der zudem die Sozial- und Arbeitsschutz- Standards eingehalten werden.

2007 erhielt HORNBACH als erste international tätige Baumarktkette das FSC Handelskettenzertifikat GFA-COC-002007. In allen HORNBACH-Filialen können insbesondere ökologisch ausgerichtete Handwerksbetriebe, die selbst zertifiziert sind, und alle umweltbewussten Heimwerker aus einem Angebot von rund 1.400 Holzprodukten mit dem FSC-Warenzeichen auswählen, dem umfangreichsten Angebot in der Baumarktbranche überhaupt. Zudem engagiert sich die Gesellschaft auch in internationalen Projekten zum Artenschutz sowie zum Erhalt des natürlichen Lebensraumes und des Waldbestandes.

Zu weiteren Schwerpunkten des Qualitätsmanagements zählt die Umsetzung der europäischen Umweltgesetzgebung (Stichworte: RoHs, WEEE, REACH). Ziel ist es dabei, gefährliche Schwermetalle und Chemikalien in Produkten zu identifizieren und möglichst zu vermeiden sowie Wertstoffe intelligent zu entsorgen. HORNBACH profitiert dabei von der engen internationalen Vernetzung mit den Lieferanten und DIY-Fachverbänden.

Umweltengagement ist heute, auch unter dem Gesichtspunkt knapper werdender Ressourcen, nicht mehr denkbar ohne Recycling. Um die Anzahl der Transporte so gering wie möglich zu halten, werden in den HORNBACH-Märkten für die volumenstarken Fraktionen Papier und Kunststoff Müllpressen eingesetzt. Ein ganzheitliches Abfallkonzept fördert das Trennen und damit die Wiederverwertung der übrigen Abfälle.

Auch beim Bau und Betrieb der Märkte kommt aktiver Umweltschutz zum Tragen. So sorgt die Einführung einer neuen Gebäudeleittechnik für eine effizientere Steuerung der technischen Anlagen. Eine konsequente Wärmerückgewinnung der Lüftungsanlagen führt zu geringerem Heizenergieverbrauch. Strom wird gespart durch intelligente Steuerungen und Schaltungen sowie grundlegend auch durch den Einsatz einer optimierten Beleuchtung. Überdies ermöglicht der Einbau von Tageslichtbändern und Lichtkuppeln die Nutzung des Tageslichts. Die Lampenabteilungen sind mit Lichtoptimierungssystemen ausgerüstet, die den Energieverbrauch der Abteilung um etwa die Hälfte reduzieren. In Summe ergeben sich durch die Kombination der zuvor beschriebenen Techniken somit Einsparungen bis zu 30 % des derzeitigen gesamten Stromverbrauchs der Märkte.

Mitarbeiter
Chancengleichheit und die Ablehnung jeglicher Form von Diskriminierung sind oberstes Prinzip für HORNBACH beim Umgang mit seinen Mitarbeitern. Ethnische Herkunft, Geschlecht, Alter, körperliche Einschränkungen oder Religionszugehörigkeit spielen bei der Beurteilung von Bewerbern keine Rolle. Ausschlaggebend sind allein fachliche Kompetenz und Teamgeist. Mit der Unterzeichnung der „Charta der Vielfalt“ im Jahr 2008 setzt sich das Unternehmen für ein vorurteilsfreies Arbeitsumfeld ein.

Auf die Herausforderungen der künftigen Altersversorgung hat HORNBACH mit einem betrieblichen Vorsorgemodell reagiert. Es setzt sich aus vier Bausteinen zusammen, die neben tarifvertraglich vereinbarten Altersvorsorgebeiträgen auch Umwandlungsoptionen von freiwilligen Bonuszahlungen und tariflichen Entgeltansprüchen wie etwa Urlaubsgeld enthalten. In Fortschreibung zum derzeit noch bestehenden Angebot der Altersteilzeit wurde außerdem ein Vorsorgemodell eingeführt, das den Mitarbeitern erlaubt über „Zeitwertkonten“ den Einstieg in das Rentenalter individuell gestalten zu können, d. h. vorzeitig in Ruhestand zu gehen.

Der Unternehmenserfolg ist eng an die Kompetenz und den Leistungswillen seiner Mitarbeiter geknüpft. Ihre Bereitschaft, die Ärmel aufzukrempeln, um dadurch das Konzernergebnis zu verbessern, wird durch HORNBACHs Prämienmodell honoriert. Ein weiterer Baustein, Mitarbeiter am Unternehmenserfolg zu beteiligen, ist die Möglichkeit, Belegschaftsaktien zu erwerben.

Ein besonderes Zeichen sozialer Verantwortung für die Mitarbeiter wurde 2002 durch die Gründung der HORNBACH Stiftung „Menschen in Not“ gesetzt. Die Stiftung hilft seitdem in Todesfällen, bei Unfällen, schweren Krankheiten. Ihre Solidarität mit der Stiftung dokumentieren die Mitarbeiter selbst durch die Aktion „Mitarbeiter helfen Mitarbeiter“, deren eingehende Spenden zusätzlich vom Unternehmen verdoppelt werden.

Gesellschaft
Die Arbeit der HORNBACH Stiftung ruht auf zwei Säulen. So ist sie auch für Menschen außerhalb des Unternehmens Anlaufstelle in extremen Notsituationen. Insgesamt ist die Stiftung im Berichtsjahr 85 Menschen, sowohl aus dem Unternehmen als auch extern, mit einer Gesamtsumme in Höhe von rund 120.000 Euro beigestanden.

Das gesellschaftliche Engagement, das über die Stiftung hinausreicht, konzentriert sich im Rahmen der Spendentätigkeit bevorzugt auf soziale Projekte, zumal zu Gunsten von Kindern und Jugendlichen. In diesem Sinne engagierten sich zudem die Märkte vor Ort und hatten ein offenes Ohr für Bitten lokaler Vereine.

Als Mitglied der europäischen Metropolregion Rhein-Neckar unterstützt HORNBACH weiterhin die Mannheim Business School bei umfangreichen Renovierungsmaßnahmen des unter Denkmalschutz stehenden Gebäudes. Um auch die wissenschaftliche Exzellenz der Region zu stärken, fördert die HORNBACH-Baumarkt-AG in den kommenden fünf Jahren ein Forschungsprojekt im Bereich der Molekularen Neurobiologie des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) in Heidelberg mit einer halben Million Euro. In gleicher Höhe unterstützt die Muttergesellschaft HORNBACH HOLDING AG das Projekt. Dadurch wird unter anderem die Einrichtung einer eigenen Professur für eine junge Wissenschaftlerin von internationalem Rang ermöglicht.

Zu den Grundregeln sozialer Verantwortung zählt für HORNBACH überdies die Anerkennung internationaler Standards, die in den Konventionen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) aufgestellt sind. Gekauft wird daher nur in Fabriken, die Minimalerfordernisse erfüllen wie: den Ausschluss von Kinder- und Zwangsarbeit, keine Einschüchterung von Arbeitern durch Misshandlungen oder verbale Drohungen, die Beachtung von Regeln der Arbeitssicherheit, Einhaltung der Umweltgesetzgebung. Die Lieferanten müssen diese Standards auch bei ihren Vorlieferanten sicherstellen. Standardisierte Fabrik-Audits sollen die Einhaltung dieser Regeln überwachen.